Surprising turnaround

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! In knapp 1 1/2 Monaten geht es ja mit Saarbocks nach "La Gomera", da sollte im Vorfeld noch die eine oder andere Tour zu Hause gedreht werden, wozu hat man den ab 1. Mai ein paar Tage Urlaub? Und was ist? Wochenlang (Alb)traumwetter!

Weg, nur weg!

Und so haben wir, auch in Anbetracht der katastrophalen Digitalpakt-Renovierungs-Lage mit frühmorgentlichen Kernbohrungen und Baustellen-Dauerzoff entschieden: Hier bleiben wir nicht! - da kann ich auch arbeiten gehen.

Und so haben wir entschieden, es geht in den Süden - Kotza Brava, in etwa da, wo wir vor zwei Jahren mit den Saarbocks waren, Platja d'Aro, Saarbrücken 7!

AirBNB angeworfen, das ein oder andere Appartment gefunden, entschieden, gebucht! E-Bikes gehen mit, mal sehen, was geht. Vorrang vor allem, auch dem Geocachen, hat die Erholung, wir sind beide platt, ausgelaugt.

Und weil die Erholung vorgeht, fahren wir mit Zwischenstop, etwa auf der Hälfte der Strecke, etwa bei fünf Stunden, besonders wichtig auf der Rückreise. Und so starten wir am letzten Apriltag, direkt nach "El trabajo" Richtung Spananien, dummerweise sieht das aktuell nach weiterem (Alb)traumwetter aus!

30. April 2024

Es ist relativ später Nachmittag, das Auto ist gepackt, es war klar, dass wir nicht pünktlich wie geplant wegkommen, mit etwa 1 Stunde off sind wir dann los, Lyon ruft, das "B&B Hotel Lyon Ouest Tassin" erwartet unsere Ankunft. Was B&B schon sagt, die Ansprüche waren nicht so hoch, aber mit der Kette hatten wir schon beim Konzert in Frankfurt gute Erfahrugen gemacht, also, auf denn.

Alles super, Zimmer top, das ganze Haus roch nach neuem Anstrich, einzig der Parkplatz entwickelte sich zum Problem, nicht wegen des Hotels, eher wegen des Fahrradträgers mit dem beiden E-Bikes hinten drauf - das passt nicht ins Parkhaus! Aber an der Rezeption wurde uns ein kostenfreier Parkplatz in der Nähe genannt, knapp 200m Luftlinie, alles gut.

Geschlafen haben wir top, das Frühstück war reichlich und nicht typisch französisch, mehr so nach meinem Geschmack, ich glaube, hier könnten wir auf der Rückfahrt auch Station machen.

Nacht!

1. Mai 2024 - Tag der Arbeit

Ohne Wecker zeitig wach geworden ging es als erstes in den Frühstücksraum, nett ausgestattet, mit psychedelischer 1960er Wandverkleidung. Ui, das haut morgens schon rein.

Das Frühstück dann als Buffet, All-You-Can-Eat, aber wir haben noch einige Stündchen vor uns, da wird nicht so reingehauen, macht unterwegs eher Probleme. Valence - Orange - Montpellier - La Jonquera - die Orte flogen nur so an uns vorbei, auch unser elektronischer Mautgebühren-Zahler tat sein Werk, auch wenn einmal die Schrankenfreigabe erst in allerletzter Sekunde erfolgte.

So gegen 15 Uhr sind wir dann in Platja d'Aro eingefahren, ab zum Appartment, keine 400m vom Stadtzentrum, absolut ruhig, nette Wohnung, ausreichend Platz, was will man mehr.

Ach ja, jetzt meldete sich das "Petit Dejeuner" und meinte, es sei doch recht klein gewesen, HUNGER!!!!

Und natürlich muss, wenn's so gut läuft, auch irgendwas kräftig in die Hose gehen - definitiv das falsche Restaurant erwischt, aber viel Auswahl gab's um die Uhrzeit nicht und so landeten wir im "Llevant". Mehr dazu bei Tripadvisor.

Egal, Bauch voll, etwas geplättet -

Nacht!

2. Mai 2024 - Der erste Tag

Wieder mal Glück gehabt, schon wieder ein AirBNB-Appartment, das voll unseren Erwartungen entsprach, auch wenn wir auf Grund von Kommunikationsproblemen technischer Art am Tag der Abreise echt verunsichert waren, ob das glatt geht. Egal, hat alles funktioniert.

Gemütlich gefrühstückt, dann die Frage aller Fragen - was tun?

Erster Gedanke: Altlasten aufarbeiten, einige DNF vom letzten Mal regeln, die gelösten Mysteries abklappern, das Lieblingsrestaurant von 2022 auskundschaften - gibt's das noch oder eher nicht? Und natürlich der Ersteinkauf.

Der erste Eindruck war, dass hier in Spanien zwar hervorragende Radrennfahrer unterwegs sind, der gemeine Alltagsradler aber eher ein Hindernis ist, das es gilt, aus dem Weg zu räumen. Unsere Radwegeinfrastruktur ist ja schon grottig, aber hier? Ein Hauch von Nichts!

Egal, durchgemogelt und die paar Caches im Umfeld mitgenommen. Wieder zwei DNF dabei, beide schon vor zwei Jahren nicht gefunden, es wird einfach nicht gewartet, aber fleißig geloggt. Egal, man ist sich ja auch für einen DNF und ein NM nicht zu schade. Auch Anfragen, eine Wartung durchzuführen, werden oft nicht beantwortet, selber schuld, dann wird halt nix gewartet.

Apropos! Ich stelle mir den Aufschrei in der bundesdeutschen Cacherszene vor, wenn 80% der versteckten Caches Papierschnipsel in kleinen Plastiktütchen wären - die Welt wäre zu klein. Und so ging's mit den Rädern durch Platja d'Aro, vorbei am "La Brochette" - ist noch da, hat noch auf, da gehen wir heute abend hin!

Noch ein bisschen Einkauf für den Tag, Fahrräder abstellen, fertig machen, Abendessen!

Und es ist, als wären wir nie weg gewesen, man erkannte uns wieder, trotz 1 1/2 Jahren Abwesenheit, das Essen hervorragend, wie schon damals, der Veterano gut bemessen, auch wie damals, ein rundherum schöner Tag neigt sich dem Ende entgegen.

Nacht!

3. Mai 2024 - Ganz großes Kino

Also nicht wirklich, mit Kinos habe ich hier in Spanien eher nichts am Hut, aber unser Plan - GANZ GROSSES KINO!

Wer sich an den Bericht von von 2022 erinnert, da gab's diese Challenge-Caches, das war am 22. September, die uns so genervt haben. Heute sollten sie ihre letzte Chance bekommen!

Morgens habe ich mir die Route zusammengestellt, beginnen wollten wir am weitesten Punkt und uns dann nach unten, Richtung Meer vorarbeiten. So der Plan, so übersehen, dass wir einen Teil der Strecke nicht mehr wieder sehen, wenn wir mal durch sind und so auch die ersten beiden Caches glatt übersehen, dummerweise die an einer der steilsten Stellen der Strecke. Dummlackel, was tun? Zurück, einsammeln und dann wieder hoch? Nee, nicht mit mir, die holen wir später mit dem Auto nach, sonst wird das heute nichts, schließlich lautet eine Aufgabe:

25 Challenge-Caches an einem Tag!

Und was hatten wir für einen Lauf!

Alle Caches waren punktgenau, es ging bergauf, bergab, immer den nächsten Punkt im Visier. Sogar die Caches, die wir damals nicht gefunden haben, sprangen uns teilweise schon von Weitem an. Ganz oben dann die Frage, nehmen wir die, die da etwas Abseits liegen, auch noch mit oder werden das auch Autocaches?

Wir nahmen sie mit, mussten wieder stramme Steigungen erklimmen, um dann fast gemütlich wieder ins Tal, ans Meer zu rollen. OK, hier sind stellenweise die Bremsen heißgelaufen aber letztlich haben wir inklusive etwas Beifang die komplette Reihe absolviert, eine logistische Meisterleistung meinerseits.

Was gibt es nun zu den Caches noch zu sagen? Einige waren in einem bedauernswerten Zustand, defekte Plastiktütchen mit klitschnassen, teils schimmeligen Papierstücken, teil Ü-Eier, in denen das Wasser knietief stand und dann wieder richtig gute Dosen mit trockenen Lobüchern, ziemlich durchwachsen, das Ganze. Eigentlich müssten fast alle mal gewartet werden, bei einigen ganz schlimmen haben wir ein entsprechendes Log geschrieben, aber wir wissen auch aus eigener Erfahrung, wie schwierig solche Wartungsrunden zu realisieren sind. Die Krönung des Salats könnt ihr oben im Bild bewundern, wieder mal so ein Cache, der bei uns schwerlich genehmigt würde, eine Dose in einem aktiven Wasserschieber versteckt - man glaubt es nicht.

Wie dem auch sei, gemacht ist gemacht, insgesamt haben wir etwas mehr als 18 Km auf der Uhr, waren etwa 5 Stunden unterwegs und haben den Tag bei ein bis mehreren Bieren und einem leckeren Gorgonzola-Schnitzel beschlossen. Eher per Zuall sind wir im "Victòria Restaurante" gelandet, eines der wenigen Reataurants, die schon am frühen Nachmittag geöffnet haben. Die E-Bikes fest im Blick, konnten wir bei aufmerksamem Personal lecker essen und uns nur 5 Minuten von "zu Hause" ganz entspannt erholen.

Nacht!

4. Mai 2024 - Calm down

Heute war nun eher ein ruhiger (Cache-)Tag angesagt, ein wenig Dokumentation, ein mittlerer Einkauf, also Lebensmittel, kurze Buxen, die haben wir nämlich irgendwie zu Hause liegen lassen und zwei Klappstühle und ein kleines Tischchen füe den Balkon, irgendwie war uns bei der Buchung entgangen, dass es auf dem Balkon keine Möbel gab, ärgerlich, aber kein Drama.

Hätte ja auch nachfragen können, habe ich nicht, dumm gelaufen. Und so nebenbei haben wir noch ein paar Tradis, einen abseits gelegenen Challenge-Cache und ein paar Rätsel geschnappt, zwei haben wir zum Abschuß frei gegeben, die waren schon vor zwei Jahren nicht da, es ist nichts passiert, ausser dass einer definitiv einer Baustelle gewichen ist, also ab in die Gruft, um es virtuell auszudrücken, 2 "Needs Archieved" an einem Tag.

Es nervt schon, wenn Caches immer wieder geloggt werden obwohl offensichtlich keiner mehr da ist und die Owner nix machen, nicht mal reagieren.

Am Nachmittag haben wir noch einmal die Fahrräder gerichtet und sind durch's Städtchen, an der Strandpromenade entlang, immer den Blick auf ein ansprechendes Restaurant - das wir dann auch im "La Tagliatelle" gefunden haben. Eigentlich wollten wir ja direkt gegenüber ins "Sant Lluis", aber das hatte nun schon zum zweiten Mal zu. Wer nicht will, der hat gewollt, unser Ziel entpuppte sich als ein Glücksgriff.

Als Vorspeise haben wir uns drei Bruschetta mit Zwiebel, Oliven und Cocktailtomaten sowie frittierte Tortellini mit einem leckeren Dipp geteilt, dann gab's für mich eine Calzone arrabiata, bei der die Calzone wohl untergegangen war, die Arrabiata kam als normale Pizza - das war jetzt wirklich egal, ob geklappt oder offen.

Auf den ersten Blick dachte ich "Meine Güte, alles, was ich nicht mag!". Breiter, nicht belegter Rand, luftig flockig, fast wie Matzen, hauchdünner Teig und Rukolavitamine drauf. Wie soll ich das überleben?

Aber bestellt ist bestellt, gegessen wird's auf jeden Fall. Was für eine geschmackliche Überraschung, ich habe schon viele Pizzen in mich rein gestopft, diese hier gehört definitiv zu den oberen Zehntausend.

Locker, luftig, genau die richtige Schärfe, ich bin jetzt noch hin und weg.

Nacht!

5. Mai 2024 - Chill-Tag

Heute ist Sonntag, endlich ausschlafen! Nee, Quatsch, wir haben es jeden Tag gemütlich angehen lassen, aber heute ganz besonders. Ob es am nächtlichen Schnarchen lag, an der totalen Erschöpfung oder einfach an der Lust, heute zu Lumpen, keine Ahnung, aber der Tag begann heute erst um 10!

Ein bisschen Webseiten-Schreibkram erledigen, ein bisschen relaxen, unsere neuen Balkonmöbel einweihen, warten auf 15 Uhr.

Aber irgendwann haben wir's nicht mehr ausgehalten, wir tun uns jetzt den WhereIgo hier um die Ecke an und vertreiben uns die Zeit bis zum "La Brochette", wo wir für diese Zeit einen Tisch reserviert hatten. Eigentlich wäre später uns lieber gewesen, aber es ist immer noch so, wie es 2022 schon war, sonntags schließt man die Küche schon nachmittags, die Angestellten haben Zeit für ihre Familien und jetzt, in der Vorsaison, ist Montag, Dienstag und Mittwoch ganz geschlossen.

Apropos WhereIgo, das war ja mal ein Reinfall. Erst fanden wir auf dem Riesenparkplatz keinen Parkplatz, dann klappte erst die Cartridge nicht richtig, es brazzelte die Sonne und die Sprachprobleme beim Übersetzen taten ihres dazu, dass wir für heute entnervt aufgaben. OK, nehmen wir die Tradis am Radweg! 

Wer hätte es gedacht, auch hier erfolglos, Aufgabe, egal ob erst 14:30 Uhr ist oder nicht, wir fahren jetzt ins Restaurant.

Oh Glückes Geschick, nicht, dass wir uns sofort setzen konnten, auch die Aussenterrasse auf der Verkehrsinsel war gerichtet, wir hatten die Wahl, drinnen oder draussen - natürlich Draussen!

Nacht!

6. Mai 2024 - Pleiten, Pech und Pannen

Heute hatten wir einen großen Plan! Spät am Vormittag war der Plan klar, heute kümmern wir uns um die LAB-Caches in Girona. Der Tag, der Fehlentscheidungen:

  • Wir nehmen keine Fahrräder mit, die liegen da teilweise so dicht, dass das auf- und absteigen zur Tortour wird
  • Wir suchen (siehe oben) einen Parkplatz im Zentrum
  • Wir irren mit unserem Auto hochkant auf zwei Rädern durchs Zentrum (nee, Scherz, aber sau eng war es schon) und werden heftigst angestarrt.
  • Nach dem Abbruch fahren wir Richtung Palafrugell, die dortigen LABs einsammeln und unterwegs schauen
  • Wir fahren unterwegs ein paar einfache Tradis an
  • Wir laufen durch Callela de Palafrugell

Fertig, voll Kacke gelaufen, ab nach Hause.

Aber von Anfang an. In Girona hat sich zum einen herausgestellt, dass das mit den ausgewiesenen Parkplätzen nicht so einfach ist, weil die alle voll waren. Da kam unsere erste Fehlentscheidung zum Tragen, hätten wir die Bikes dabei gehabt, hätten wir etwas ausserhalb parken können und wären radelnd nach Girona rein gekommen. So macht uns die zweite Fehlentscheidung zwangsläufig zu schaffen, wie oft sind wir runzelrund gefahren?

Eine dieser Runzelrundfahrten brachte uns dann ins alte Stadtzentrum, alles Einbahnsträßchen, gerade mal ein Auto breit, mehr als einmal haben wir nach vorn und in den Rückspiegel geschaut, ob wir denn die Einzigen sind, die sich im Labyrinth verfangen haben - nein, sind wir nicht, also muss es einen Ausweg geben.

Das reicht, die Kilometer hätten wir uns sparen können. Was nun? Einfach zurück oder wie?

Nein, wir schauen mal Richtung Bisbal und Palafrugell, auch andere Städtchen haben schöne Caches. Sollte man meinen.

Nächster Frust: CELRA - der dortige LAB hatte es uns angetan. Auch mehrere Tradis - von denen wir nur einen fanden. Die übliche Problematik beim LAB: Spanisch, Calalan, Englisch. Mein Verdacht ist ja da immer, Catalan ist die Ursprungssprache, dann wird der Übersetzer angeworfen und der Geocacher übersetzt die Übersetzung der Übersetzung - Fehler vorprogrammiert, das Glücksspiel, die richtige Ursprungssprache zu finden, beginnt.

Das war dann auch das Problem:

"Compte el nombre d'annels metàl-lics de la ......" Hier fanden wir minimum 4 verschiedene Übersetzungen, abhängig von s.o. und Übersetzungs-App, Dauer ca. 20 Minuten für die erste Frage: Zähle die Eisenringe am Turm und multipliziere sie mit den gelben Kacheln im Kreuz!

Ha, ha, ha, Ringe zählen ging ja noch, aber weder ein Kreuz noch gelbe Kacheln konnten auf Anhieb entdeckt werden. Erst Minuten später konnten wir die korrekte Übersetzung erraten, nachdem wir zufällig auf's Dach des Gebäudes blickten - fünf gelbe Kacheln, die kreuzförmig angeordnet waren. Oha!

An der zweiten Station haben wir nach knapp 1 Stunde und Befragung der Postbotin und von Passanten - einer bettelte uns dann auch noch um Geld an - aufgegeben, für uns als Nichtkatalanen mit zahlreichen Übersetzungsmöglichkeiten so nicht lösbar - der Hals hing schon mächtig tief!

Schluss, aus, ans Meer, Calella de Palafrugell, zwei LABs! Oder auch nicht, übersehen, dass es da einen "Cami de Ronda" gab, heute nicht machbar und den im Ort.

Höhenlinien? Müssen wir nicht beachten, die merken wir dann später in den Beinen. Ui, das war happig, aber geschafft haben wir ihn - und zwei Earth/Virtual-Caches und einen Webcam-Cache übersehen - zum Kotzen.

Jetzt ist Schluss - IGNORE!

Ab nach Platja d'Aro, Schluss für heute. Wir haben dann die Räder geschnappt, sind ins Örtchen  😂 😂 😂 😂 und haben dann das "Enjoy It" entdecket, wo man zum einen gut Sitzen , aber auch gut Essen kann. Damit war der Tag gelaufen, hoffentlich wiederholt sich das nicht in diesem Urlaub.

Nacht!

7. Mai 2024 - Cami de Ronda de Sant Feliu

Was soll ich sagen, "Herzliches Beileid zum Verlust eines Lebensjahres. 😢" oder auch "Das Leben ist wie eine Portion Gulasch: heiß, köstlich und mit viel zartem Rindfleisch", wie auch, immer heute ist der Tag, an dem man sich zwangsläufig die Frage stellt:"Ist das Leben nicht ein lustiger alter Eimer voll stinkenden Wassers?".

Meins hat sich da eine besondere Gemeinheit ausgedacht, bedachte sie mich doch mit einer netten, leichten Wanderung an der Küste entlang, "Schau mal, nur eine kurze Strecke, 2, 3Km, locker zu machen und da gibt es auch noch 6 Caches oder so!"

Als wäre es das erste Mal, dass sie einen "Cami" macht. Aber nein, das ist einfach, steht hier bei Komoot! Und so ging es - fast Mittagszeit - nach Sant Feliu zum Start.

Erste Herausforderung:

Von Meereshöhe auf 120m Länge einen Anstieg von knapp 50m. Da jubeln die untrainierten Oberschenkel - oder man setzt sich wieder ins Auto und fährt zum Parkplatz 50m höher.

Aber dann ging's tatsächlich los, der "Cami de Ronda de Sant Feliu a Sant Pol" lag vor uns, zahlreiche Höhen- und Tiefenmeter ebenso. Der Weg war teilweise richtig gut, dann ging es wiederum auf unbefestigten, wurzeldurchtränkten Pfaden immer rauf und runter an der Küste entlang.

Nach knapp 3 Km und zwei Stunden war Sant Pol erreicht, wobei wir auf Grund des heraufziehenden Wetters über den Bergen bei knapp 2 Km den Entschluss fassten, dass wir den Steilanstieg zur Srasse nehmen, einer dann zurück zum Auto läuft, während der Andere die Rund zu Ende geht.

Im Nachhinein die richtige Entscheidung, kaum hatten wir uns in Sant Pol getroffen, fing es auch schon an zu regnen - was wären wir gewaschen worden!

Das ist's dann wohl mit dem Tag, die Prognosen lauten auf 19 Uhr, bis das wieder aufhört. Trotzdem sind wir noch nach Platja rein, haben sogar einen kostenfreien Parkplatz gefunden und sind, da das "La Tagliatelle" um die Uhrzeit nichts zum Essem mehr anbot, wieder ins "Enjoy It", wo wir bei strömendem Regen unter der wasserdichten Überdachung wieder einmal hervorragend gegessen haben.

Abends dann nach Hause, den Fire-TV-Stick angeschmissen und den Triumph des BVB gegen PSG sowie den Beginn des neuen Lebensjahres gefeiert.

Nacht!

8. Mai 2024 - Visitors

Nein, das hat nichts mit dem Film oder der Serie zu tun, heute Vormittag war Besuch angekündigt. Nix Bekanntes, der Vermieter hatte gestern angefragt, ob er die Wohnung zeigen kann, er will sie veräussern und hätte Interessenten.

Kurz überlegt, warum nicht, uns doch egal. So eine schnelle Besichtigung durch einen Kaufinteressenten habe ich auch noch nicht erlebt, die waren hier in 5 Minuten durch, haben sich tausend Mal entschuldigt - ich persönlich glaube, das wird nichts.

Daneben dann am Vormittag noch Urlaubsdokumentation betrieben, Silvi hat die Unterkunft für die Rückreise reserviert, es soll noch mit den Rädern losgehen, das Wetter ist einfach traumhaft nach dem gestrigen Regen. Irgendwann ging's dann tatsächlich los, der Plan stand, Gockel Satellite zeigt fahrbare Waldwege, mal schauen, ob wir die "Negre-Mega 2014" heute schaffen.

Und dann begegneten sich Anspruch und Wirklichkeit! Wo anfangs noch gut befahrbare, breite Wege mit festem Untergrund das Bild prägten, änderte sich dies im Laufe der Streke mehr als massiv. Aber von Beginn an.

Den ersten Cache haben wir recht schnell gefunden, heute mal ein relativ guter Behälter mit trockenem Logbuch, aber auch das war nur der Anreißer, um die Tour weiter zu machen. Was dann folgte waren nasse Zettel in unverschlossenen, teils zerstörten Dosen, die irgendwo in der Landschaft lagen. Manchmal mussten wir länger suchen, manchmal fielen sie sofort ins Auge. Apropos fallen - manchmal fällt man auch einfach so mit dem Fahrrad um!

Glück gehabt, nix passiert.

Irgendwann ging's dann links ab, die Caches wurden seltener (wegen archiviert), die Wege schlechter. Nach rechts oder links abfallend, teils tiefe, vom Regen ausgewaschene Furchen, sandige Stücke, alles, was man so als Radfahrer nicht unbedingt braucht. Und dann diese niedlichen, kleinen Kuppen, hiner denen der Weg dann steil abfiel. Manches war nicht zu fahren, da hieß es schieben, zum Glück ging' bergab. Da vorne ist's flach, da machen wir mal kurz halt, verschnaufen.

Dummheit kommt vor dem Fall, oder so, aber wer auf seitlich abfallender Strecke versucht, vom Fahrrad zu steigen, ist für die Folgen selbst verantwortlich. Und so kam, was kommen musste, Beinchen hoch,um über den Sattel abzusteigen, man gönnt sich ja als Mann keinen Tiefeinstieg, das muss ein MÄNNERFAHRRAD sein, Gleichgewicht verloren, im letzten Augenblick noch abgestossen, Badaufdich, den Adler im Dreck gemacht, flach auf dem Boden, alle Viere von sich gestreckt, der inneren Stimme gelauscht - ist jetzt was kaputt? Also nicht am Fahrrad!

Eieiei, alles sortiert, rechter Oberschenkel ziept hinten, linker Oberschenkel oder Leiste zwicken mächtig, die linke Wade könnte den Schmerzen nach eine Zerrung oder einen Faserriss haben, Aua!

Aufstehen geht noch, jetzt nur nicht jammern und stehen bleiben, hier findet uns in hundert Jahren keiner, klar ist, das Cachen hat für heute ein Ende, wir müssen hier nur noch raus, irgendwohin, wo es Leben gibt.

Gutes Kartenmaterial hat schon was, knapp ein Kilometer bis zur asphaltierten Zivilisation, das schaffen wir irgendwie, dann schauen wir, Wie's weiter geht.

An Fahren war hier nicht mehr zu denken, vielleicht mein Glück, da mussten die Beine bewegt werden, keine Schonung, keine Schonhaltung, ich bin ein Trottel, holt mich hier raus.

Ein letzter kleiner Anstieg, Aua, die Strasse! Zum Apartment links rum ca. 13 Km, rechts rum nicht weniger, nur zurück auf den Waldweg wär's beträchtlich kürzer. Nein, keine Option, das geht nicht. Letztlich fiel die Entscheidung für "rechts", alleine wegen des leichten Gefälles. Jetzt noch ohne Sturz oder weitere Verletzung aufsteigen, gute Entscheidung, es geht fast stetig bergab, also keine zusätzliche Belastung für die lädierten Muskeln.

Die erste Farmacia ist uns, IBU besorgt, Fisiocrem Cannabis empfohlen bekommen, trotz allen muss jetzt was zwischen die Kiemen, also ab ins "Enjoy It", was essen und dann ins Apartment, Krankenpflege. Scheißtag!

Nacht!

9. Mai 2024 - The Day after

Guten Morgen und AUA!

Ja, es tut noch weh, die IBUs helfen und das Cannabis-Einschmierzeugs auch. Eins ist klar, heute wird nicht geradelt, entweder wird's ein fauler Tag oder es wird ein fauler Tag.

Aber auch das hat sich schon um die Mittagszeit überlebt, irgendwas müssen wir tun, bei dem Wetterchen kann man nicht in der Bude bleiben, egal, wie sehr man leidet! Quatsch, alles gut, nichts wirklich kaputt, auch heute noch nicht und die Zerrungen oder was auch immer das ist, lassen nach - oder ich spür' sie nicht, Dank IBU.

Da war doch noch dieser beschickerte LAB in Celra, den wir abgebrochen haben! Und Caches gibt's da auch ausreichend und wenn's gut läuft, machen wir auch noch den ein oder anderen LAB in der Kante.

Aber das mit dem "gut Laufen" ist so eine Sache. Beim Spanier oder Katalanen kann's wirklich gut laufen, bei und lief's etwas weniger gut.

Aber zum Glück haben wir einen neuen besten Freund, zumindest wenn es um Fragen zu LABs und Caches geht. Und so hangelten wir uns von Frage zu Frage, hielten eine rege Konversation zu s.o. aufrecht und ärgerten uns mal wieder, wenn der Popel-T1,5/D1,5 einfach nicht zu finden war.

Natürlich hielt uns das alles viel länger auf als geplant und am späteren Nachmittag gaben wir in Celra entnervt auf, ein LAB soll es noch sein, "Dalí a Púbol" bei La Pera. Das sah gut aus, kurze Strecken und Dalí ist eh' was für Silvi.

Ganz so glatt lief's dann doch nicht, auch hier musste den neue beste Freund ran, der war schon hier und hat den gelöst. So richtig helfen konnte er nicht, die Lösung an der einen Station, die uns fehlte, wusste er auch nicht mehr, auch an der Info zum Museum fragten wir vergeblich, aber wenigstens ein unscharfes Bild der ungefähren Stelle konnte er uns schicken. Auch wenn heute alles ganz anders aussieht, Silvi konnte das beschriebene Detail finden und fotografieren, aber was fangen wir damit jetzt an.

Und dann hatte ich den Geistesblitz, wer sonst! Schnell eingetragen, Bonus ausgerechnet und eingesammelt, jetzt gehts zurück - Hunger!

Ja, ich weiß, schon wieder Essen gehen, aber der Gedanke ans "La Broschette" ließ uns nicht mehr los. Super gegessen, einen Tischhund gehabt, den Tag gut überstanden.

Sollte man denken, aber irgendein Honk hat im Laufe des Tages Nichtgefallen am Parkplatz unserer Räder gefunden und hat geglaubt, sie mit Absperr- und Klebeband zukleistern und ein doofes Stück Papier dran hängen zu müssen, nachdem sie jetzt seit neun Tages da stehen. Vollhonk!!

Nacht!

10. Mai - Aufräumen

Nee, nicht die Bude, wir haben noch ein paar Caches entdeckt, die noch offen und auch erreichbar sind, so die Hoffnung. Und so haben wir uns am späteren Vormittag aufgemacht, Silvi noch 'ne kurze Buxe zu beschaffen und unserer Leidenschaft zu frönen.

Alles nicht so einfach hier, alles voll von Einbahnstrassen, alles ziemlich hügelig, um nicht zu sagen bergig, so dass sich das Ganze doch länger zog, als geplant - wie die ganze Zeit schon. Und einige Caches haben wir sein gelassen, diese Experimente starten wir am vorletzten Tag nicht mehr, zumals mich immer noch die Nachwirkungen des Umfallens beeinträchtigen.

Am frühen Nachmittag sind wir dann noch nach Sant Feliu, ein paar Erinnerungen auffrischen, hier haben wir 2022 einiges eingesammelt und angesehen. Also ab ins Städtchen, ein gemütliches Cafè gesucht und einfach mal relaxed.

Für heute abend st ein Tisch reserviert, im "La Brochette", wo sonst, vorher noch ins Apartment, schon mal ein bisschen vorpacken, damit der Stress morgen früh sich im Rahmen hält.

Kurz vor sieben ging's dann los, die Inselterrasse war gerichtet, der Tischhund hatte es sich schon gemütlich gemacht, das Essen wieder mal hervorragend, ein letzter Veterano, ein letztes "Tschüß", wer weiß, wann wir wieder hier sind - das Cachen kann uns keinen Grund mehr liefern, ziemlich leer gefischt ist es hier.

Auf dem Rückweg noch vollgetankt, morgen geht's los, erste Etappe bis Crêches sur Saone.

Nacht!

11. Mai 2024 - NNO, Richtung heimatliche Gefilde

9:00 Uhr, wir sind wach, geduscht, das Auto ist gepackt, wir trinken noch ein Käffchen, aber nicht mit Jogi und warten auf unseren Vermieter wegen der Schlüsselübergabe, alle im Plan.

So rückblickend war das Apartment eine gute Entscheidung, auch wenn es diesen Stress mit irgendeinem Nachbarn gab, der unsere Räder geschmückt hatte, aber das ist vollkommen unabhänhig von der Buchung. Wir können "Andrey" durchaus empehlen, das werde ich so auch bei AirBNB schreiben, wobei ich jetzt mal davon ausgehe, dass er, wenn's klappt, die Hütte verticken wird.

Es war alles da, wir konnten gut entspannen, alles im grünen Bereich. Morgens, halb elf in Spanien - Abfahrt!

Aber man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben oder die Heimreise nicht, bevor man auch wirklich dort ist.

Nord Nordost zum Etappenziel Crêches sur Saone, rund 630 Km, da sollten wir zwischen 17 und 18 Uhr eintreffen, so haben wir uns angekündigt.

Platja d'Aro, Girona, Figueres, La Jonquera flogen an uns vorbei, Aus, Ende, nichts ging mehr, Unfall voraus, eine halbe Stunde schon verloren, bevor wir in Frankreich sind.

Und der Apbtraum ging weiter! Wieder rauschten Montpellier, Nimes und Bezier an uns vorbei, da meldete sich wieder das Navi:

Stau voraus - 34 Minuten bei Avignon, dann 58 Minuten, dann 1:43 Stunden, keine Chance, irgendwie drumrum zu konnen. Da stimmt unser Timing schon nicht mehr, wir sagen per Mail Bescheid. Kurz vor Valence meldet dann das Navi, dass wir für 60 Km mehr knapp 40 Minuten an Fahrzeit einsparen können, Alternativroute Richtung Grnoble und dann bis hinter Lyon. Das ist keine rage, das machen wir so.

Und dann kamen wir tatsächlich nach neun Stunden Fahrt am Etappenziel "Kyriad Direct" Hotel an, flott 'ne Pizza à apporter, ein, zwei Bierchen dabei und den mitgebrachten Rest "Veterano", der Albtraum hat ein Ende - oder nicht?

Nacht!

12. Mai 2024 - Endspurt

Aaaargh! Ohhh! Was? Mitten in der Nacht ist direkt neben mir eine Moorleiche aus dem Selbigen aufgetaucht, nachdem ich mich gerade vor dem Bären gerettet hatte. Fast zu Tode erschrocken habe ich mich. Nein, es war nicht Silvia, die war genauso erschrocken, als ich laut schreiend aus meinem Albtraum aufwachte. Meine Güte, einen solchen Quark habe ich seit ewigen Zeiten nicht mehr geträumt.

Den Rest der Nacht habe ich dann ruhig verbringen können, morgens kurz vor acht aufgewacht, fertig gemacht, ab zum Frühstück, dass sich als eher französisch herausstellte, egal, wenigstens Käse und einen recht guten Kaffee gab's, let's go!

Ab jetzt lief alles glatt, keine Staus, keine Katastrophen, keine Albträume, pünklich wie die Mauer liefen wir in Dillingen ein, wo Kira und die beiden Kater schon auf uns warteten.

Ein bisschen früh, um "Nacht! zu sagen, also bis demnächst!

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