Platja d'Aro - Caramba Olé!

Schon vor Monaten geplant, ging es am 17. September mit dem Auto und Herrn und Frau Saarbock nach Spanien, genauer nach Sant Feliu de Guixols an der Costa Brava, der "wilden" Küste. Kurzentschlossen ließen wir die E-Bikes zu Hause, kein schlechter Entschluss im Nachhinein.

Samstag, 17.09

Heute kamen wir zum ersten Mal tatsächlich pünktlich los, der Kofferraum üppig gefüllt. Kurzer Zwischenstop in Luxemburg, Tank füllen, das Tagesziel im Blick - Orange sollte es sein, oder etwas weiter.

Es lief richtig gut, so ab 17:30 Uhr stellte ein größerer Hunger sich ein, die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich etwas kompliziert - kein Zimmer zu haben.

Mehrere Telefonate später dann ein Lichtblick, in erbrochenem Französisch tat sich eine Lösung auf, eine Unterkunft zu moderaten Preisen.

Was wir da fanden, hieb uns aus den Pantienen. Ruhige Lage, tolles Ambiente, nette Gastgeber - wie sich rausstellte, eine Airbnb-Wohnung. Supergeilo!

Guy, unser Gastgeber tischte auch gleich diverse Biere aus der Produktion seines Cousins auf, ein echtes Leckerchen. Wahnsinniges Französisch-Deusch-Wörter-Such-Rätsel, bis wir erfahren hatten, dass er 1973 in Ostberlin auf den "Weltfestspiele der Jugend und Studenten" gewesen war und sich mächtig zugesuddelt hatte.

Zum Tagesabschluss eine Pizza á porter, Rotwein, noch Bier und sehr gute Betten.

Sonntag, 18.09

Heute standen die letzten 400 Km an, doch vor die Reise setzt der Gott in Frankreich ein Frühstuck. Schon am Abend hatten Anne und Guy, unsere Gastgeber, unsere Frühstückswünsche aufgenommen. Etwas verwundert ob deutscher Frühstücksgelüste war alles da, was das Herz begehrt. Wurst, Käse, Croissants, Schokis, Marmelade, Säfte und wenn es nach Guy gegangen wäre, auch ein Gläschen Rotwein.

10 Uhr Abfahrt, Tanken mussten wir auch noch und dann ging es, entgegen meinem nostalgischen Plan, direkt gen Spanien.

Ich hätte gerne noch einen Abstecher über Colliure gemacht, wo wir vor fast dreissig Jahren ein sowas von malerischem Städtchen besucht hatten, dass es für immer in Erinnerung blieb. Aber vielleicht dann auf dem Rückweg.

In Sant Feliu angekommen, hatten wir erst mal die falsche Telefonnummer für den Schlüssel, doch das war schnell geregelt. Aber irgendwie entsprach die Wohnung nicht so ganz dem, was wir uns vorgestellt hatten:

  • ebenerdig war der Wunsch, doch zu ebenerdig waren es 38 Stufen runter
  • Kaffeemaschine hätten wir gerne gehabt, ökologisch wertvolle Nespresso hatten wir
  • Pool vor dem Balkon sollte es sein, jedoch war der nicht vor unserem, sondern vor dem 139 Treppenstufen tiefer
  • direkter Strandzugang, aber erst nach 57 weiteren Stufen und ein paar hundert Meter laufen
  • aber ich hab's ausgesucht, selbst schuld

Das Appartment an sich ist ganz toll, grosser Balkon, riesiges Wohn-Ess-Zimmer, nix zu mäkeln. Dann ging's einmal Richtung Hafen, Abendessen genossen, fertig für heute.

Montag, 19.09

Ausschlafen, will heißen, dass wir kurz von 9 Uhr zum Frühstück fertig waren. Kurze Lagebesprechung, ich mach' den Plan, der Rest sorgt für die Versorgung.

Ok, letztlich war der Zeitplan etwas "Out of order", es ist schon ein bisschen spannend, bei fast 30° an der Küste, die Sonne im Rücken, einen Bergsteiger-LAB zu machen.

Egal, auch diese Prüfung haben wir gemeistert. Kurze Rast in der Strandbar, dann noch einmal hoch zur Strasse, gefühlte 500 Höhenmeter auf knapp 50m - Aua.

Zurück zum Auto, knapp 2 Km Luftlinie, ein paar Founds, ein paar DNF, dann noch den zweiten LAB per Auto, ein paar Founds, ein paar DNF, zum Tagesabschluss dann ins  "La Tablita", excellentes Sirloin-Steak mit "Grilled Vegetables" als Starter.

Dienstag, 20.09

Der erste "Blödtag", wie sich später herausstellte. Platja d'Aro war das Ziel, erst der Virtual, bei dem wir uns zum Affen machen durften und dann die Strandpromenade, 2 Stunden vergeudeter Zeit, 6 DNF, meine ersten beiden NA für diesen Urlaub, aber es wird wohl weder Owner noch Reviewer jucken, denn wir hatten im Vorfeld angeboten, eine Wartung zu machen und nie eine Antwort erhalten.

Nachmittags noch ein paar Caches im Umfeld, da lief's etwas besser. Vor allem einer wird mir in Erinnerung bleiben, wo wir fast eine Stunde suchten, bevor ich den richtigen Blickwinkel fand.

Danach ging's zurück, schnell noch ein Lokal gesucht und eine Perle entdeckt, das "La Brochette", eine echte Empfehlung, Aussengastronomie auf der Verkehrsinsel, super Service, lecker Essen und ein Bediener, der schon in Dresden war, ein echter Grinsebär.

Mittwoch, 21.09

Da wir gestern den nächsten LAB nicht mehr beginnen wollten, war der heutige Plan klar. Wir machen da weiter, wo wir aufgehört hatten und arbeiten uns Richtung Tossa de Mar vor. Die Küstenstrasse dorthin war schon was Besonderes, so mancher im Auto wurde langsam grün im Gesicht.

Tossa selbst hatte ich teilweise anders in Erinnerung, aber das ist viele Jahre her, was schon zu Anfang auffiel waren die horrenden Parkgebühren von mehr als 3 €/Stunde und die für den Verkehr gesperrte Innenstadt, durch die wir unwissend gefahren sind.

Ansonsten alles beim Alten, die Burg erklommen, uns beim LAB in die Haare bekommen, weil die Aufgaben mit unseren Übersetzern kaum zu lösen waren, durch die Altstadt getigert und das Leckeis für 3,80€\Kugel verweigert, alles ganz gechillt. Dann sollte es nach Hause gehen, doch kurzentschlossen machten wir noch einen Schlenker über Llagostera, den dortigen LAB schnappen.

Den Abschluss des Tages vollzogen wir dann indisch, in Platja d'Aro haben wir das "Taj Mahal" enddeckt, very spicy Chicken Vindaloo, das brennt 2x.

Donnerstag, 22.09

Neuer Tag, neues Glück, die Damen haben eine (eigentlich zwei) Runden zwischen Castell d'Aro und Santa Christina d'Aro rausgesucht, die heute absolviert werden sollen. Eigentlich ging es dabei um mich, durch ndie Gegend wollten sie mich scheuchen, der große Knietest, denn das Ganze ging so gegen 10 Km.

Was soll ich sagen, kein Problem, ausser dass mir am Ende die Füsse ziemlich weh taten, aber was soll's. Unterwegs haben wir uns dann noch ein wenig geärgert, weil ein Cache nicht machbar war, weil im Vorfeld die Attribute nicht angegeben waren, aber egal.

Anschließend noch Castell d'Aro besucht, die Multis gemacht, uns über die einfach nicht gewarteten Caches geärgert, aber noch nicht wissend, was uns nachmittags erwarten würde.

Dutzende Challenge-Caches warteten auf uns, einige Tradis und Multis - so der Plan. Aber was wir dann hier, in Platja d'Aro an schlecht bis garnicht gewarteten Caches, Drecksecken, Müllkippen und Caches an aktiven Strommasten erwartete, ist überhaupt nicht zu beschreiben. Letztlich gaben wir frustriert auf, diesen Challenge-Müll tun wir uns nicht weiter an. Ob wir den verbleibenden Rest der Challenge-Caches noch machen, steht in den Sternen, zumal diese teilweise doch sehr exponiert sind und die Nachbarn durchaus neugierig dem Treiben zusehen.

Also ging's zum Frustfressen, mal wieder das "La Brochette", das sich zu unserem bevorzugten Restaurant entwickelt

Freitag, 23.09

Heute war ein eher ruhiger Tag nach 3x 8,5 Stunden Cachen an drei Tagen in Folge.

Ich musste meine ganzen Logs nachschreiben und meinen schmerzenden Fuss pflegen und so wurde es nur eine kleine Runde. Nachmittags noch einen Café an der Strandpromenade und abends die hiesige Gastronomie unterstützen.

Samstag, 24.09

Heute sollte es per Auto auf Tour gehen, ich als der "Transporter", der Rest als Trüffelschweine, jeder Cache sollte gefunden werden. Das mit dem "JEDER" hat nicht so ganz geklappt, erneut hatten wir teils massive Problem, die Caches eines hiesigen Owners zu finden. Entweder sind sie auch für -Sorry für die Selbstbeweihräucherung - uns doch nicht unerfahrene Cacher zu kompliziert versteckt oder wir sind blind oder sie sind tatsächlich weg.

Eigentlich wollten wir das auf unserem Event heute abend besprechen, aber es ergab sich nicht, da die einzigen Anwesenden wir selbst waren. Sei's drum, loggen wir sie halt als DNF.

Sonntag, 25.09

Der heutige Tag führte uns nach Palamos, zwei oder drei LAB sollten es sein, ein paar Tradis und Mysteries vielleicht sowie der ein oder andere Multi.

Letzlich wurden es nur zwei LABs, einige Caches brauchten doch mehr Zeit als gedacht, bei einem Multi gaben wir entnervt auf, den anderen beenden wir die Tage.

Auf dem Rückweg erledigten noch einen Tradi, der uns vor ein paar Tagen zur Verzweiflung gebracht hatte, heute waren wir mutiger.

Montag, 26.09

Heute wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen und nahmen uns vor, den "Camí de Ronda" von S'Agaro nach Platja d'Aro zu gehen, um die dortigen Tradis, Multis, Earthcaches etc. einzusammeln.

Wie auch schon an den Vortagen war es manchmal etwas problematisch, die Fragestellung zu verstehen, da immer wieder die Übersetzungsprogramme wie Deepl, Google, IM Translator und wie sie auch immer heißen teils sehr skurile Ergebnisse brachten.

Nichts desto trotz konnten wir bis auf zwei Tradis alles finden, konnten die Earthcaches zur Zufriedenheit des Owners lösen und den Multi erfolgreich ablaufen. Auch der Mystery war schon zu Hause gelöst und brauchte nur noch eingesammelt zu werden.

Alles in Allem war es dann doch nicht so ruhig gewesen, wie wir es uns erhofft hatten, am Nachmittag waren wir echt platt und müde. Trotzdem fanden wir die Strecke sehr schön, ich kannte sie schon aus der Zeit vor meiner Cacherkarriere, in dieser Gegend hatten ich und meine Familie schon öfters Urlaub gemacht.

Danke an die Owner für den schönen Tag und den, der seinen Hund auf den Weg hat scheißen lassen, möge der Blitz bei ebensolchem treffen. Das wieder los zu werden hat mehrere Pfützen und Gitterroste gebraucht.

Dienstag, 27.09

Auch heute waren wir wieder unterwegs, ein paar Caches einzusammeln. Die gewählte Strecke war, bis auf den kleinen Abstecher links den Berg hoch, flach und gut zu gehen. Einige Caches waren nicht da, andere bedürfen einer Wartung, was wir auch so notiert haben.

Alles in allem ein kurzweiliger Tag, den wir abends im "La Brochette" beendeten.

Mittwoch, 28.09

Wenige Tage vor dem Urlaubsende wollten wir den letzten verbliebenen LAB in der näheren Umgebung abgehen, einen begonnenen Multi fertigstellen und einen gelösten Mystery abholen. Was dann noch so kommen sollte, würden wir ja sehen.

Los ging es in Palamos, wo wir, wie sich im Laufe der Wanderung herausstellte, den bisher schwierigsten "Camí de Ronda" vor uns hatten. Doch zuerst schauten wir nach dem hier liegenden Multi, bei dem wir feststellten, dass eine Antwort besser von der Strandpromenade aus zu lösen ist.

Dann begann der knackige, teils steinige Weg an der Küste entlang, wo Punkt für Punkt die Fragen zum LAB gelöst werden konnten. 4 Personen, mehr als 260 Lebensjahre und noch mehr Kilos suchten ihren Weg zum Bonus.

Landschaftlich hat dieser Weg echt viel zu bieten, unzählige Fotos wurden gemacht. Unterwegs begegneten uns noch ein Earthcache, den wir aus den oben genannten Gründen und der D/T-Wertung dann doch lieber liegen ließen und der ein oder andere Tradi, von denen wir einen nicht finden konnten.

Und die Krönung war dann der Weg zur Strasse hinauf, den wir, aus der anderen Richtung kommend, schon einmal erklommen hatten, knackig, knackig, knackig. Völlig ausser Atem und abgekämpft wurden wir an der Strasse abgeholt und zu unserem Auto zurückgebracht, dem Spaghettimonster sei Dank mussten wir nicht zurück laufen.

Von hier aus ging es weiter, den Multi an der Strandpromenade fertig machen, den anderen einsammeln, Tradis finden und "hockende Kreaturen" finden. Nicht zuletzt wurde der lange gelöste "Stickman" noch eingesammelt, bevor es dann zum Abendessen ins "Paparazzi" ging.

Donnerstag, 29.09

Regentag, Rätsellöstag, Fernsehtag, wie gut, dass ich meinen FireTV-Stick mit hatte, Netflix und Amazon liefen auch in Spananien, nur der Offentlich-Rechtliche hatte bei den Nachrichten lizenzrechtliche Probleme - unfassbar, das in "vereintem" Europa.

Freitag, 30.09

Letzter Urlaubstag, was tun? Eigentlich hatten wir überlegt, uns in Richtung Norden nach lohnenden Cacherevieren umzusehen, aber die Wetterprognose ließ uns dann Richtung Lloret de Mar aufbrechen, drei LABs, davon wieder ein gemütlicher "Camí de Ronda", meherer Earthcaches, ein paar Tradis und Msteries vielleicht.

Gute Entscheidung, das Wetter war hervorragend und unsere Tour begann mit der vermeindlich größten Herausforderung, dem besagten Camí. Meine Güte, ich wußte nicht, dass es nach dem in Sant Antoni de Calonge noch eine Steigerung geben kann! Gleich zu Beginn 134 Treppen am Stück, steil bergan, ungewöhnliche Stufenhöhe, eine wahre Herausforderung für mein neues Knie, weil die musste ich auf dem Rückweg auch wieder runter. Und ein Betrieb ohne Ende, es lebe Corona. Kaum war der Bonus gefunden, ging es wieder zurück. Bei den Tradis unterwegs hatten wir nicht so viel Glück, einer war nicht da und die anderen schreckten ob der Wertung dann doch unsere Altersgruppe ab.

Kurze Pause um der Dehydrierung vorzubeugen, dann waren die übrigen LABs und alles, was da sonst noch in der Nähe lag, an der Reihe. Lloret selbst finde ich persönlich nicht so toll, die Sünden der 70er finde ich einfach nur schrecklich, die Altstadt ein Neppladen neben dem anderen und als ich eine Jarra für 8€ trinken sollte, war's mir dann doch zuviel, ab zum Auto, noch was unterwegs eingesammelt und nach einem Weimwegsabstecher zu fünf gelösten Mysteries beshlossen wir den Tag und den Urlaub in unserem hiesigen Lieblingsrestaurant, im "La Brochette"

Ein schöner Urlaub ist zu Ende, wir hatten reiche Beute und 13/14 Tagen tolles Wetter, morgen früh geht's nach Hause!

Samstag, 01.10

Heimfahrt, Teil 1 - will heißen, dass wir auch den Rückweg nicht druchbrettern, sondern so bei 700 Km+ eine Übernachtung einlegen. Gesagt, getan, Dijon war das Ziel, dieses Mal ganz simpel im Formule 1 in Dijon-Nord.

Sonntag, 02,10

Dahemm!

 

 

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